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bezahlbarer Wohnraum

Deutschland, ein Land ohne bezahlbaren Wohnraum

Zum vorerst letzten Mal, werde ich Ihnen hier meine Gedanken zum Koalitionsvertrag der neuen Regierung und seinen Folgen in Bezug auf Renditeimmobilien und Investmentimmobilien darstellen.

Wenn Sie meiner vorangegangenen Blogs zu diesem Thema gelesen haben, ahnen Sie sicher, dass ich auch in diesem Blog meine Skepsis gegenüber dieser Willenserklärung unserer neuen Regierung darstellen werde. Ein Scheitern dieser Maßnahmen oder eines großen Teils davon kann den Steuerzahler 4 Milliarden € kosten.

Das ist nämlich das bekannt gegebene Budget für die geplanten Einzelmaßnahmen. Die zentrale Frage ist wo soll das Geld denn hin fließen? Ich denke der eigentliche Plan ist, einen Anreiz zu schaffen und das Geld vielfältig durch erhöhte Bautätigkeit wieder an anderer Stelle einzunehmen. Die Idee funktioniert aber nur, wenn es der Regierung gelingt mit diesen Maßnahmen die Bautätigkeit nochmals anzukurbeln.

In der Vergangenheit ist es den Regierungen leider nur gelungen Investoren die in Renditeimmobilien und Investmentimmobilien investieren möchte, von der Wohnimmobilie zu entfremden. Die Mietpreisbremse (die jedoch nur wenig Wirkung zeigt) hat viele Investoren umdenken lassen. Wer heute einen Neubauimmobilie als Renditeimmobilie oder Investmentimmobilie baut, wird sich sehr genau überlegen ob es sich im reglementierten Wohnungsbau bewegt, oder eher in den Bereich „Sonderbau Beherbergungsbetrieb“ geht. Wer nämlich den Mietspiegel und die Mietpreisbremse zu einem zahnlosen Tiger verkommen lassen möchte, der vermietet möblierte Apartments. Egal ob ein Studenten oder Berufspendler oder sogenannte „Young Professionals“. Da werden schnell aus 13 € je Quadratmeter (Mietspiegel), 18 € je Quadratmeter und Monat.

Mit einem Wohnungsbauprogramm das dann eine Sonderabschreibung, befristet bis 2021, verspricht, locken sie keinen Investor hinter seinem Boardinghouse hervor!

Und im privaten Sektor ein Baukindergeld auszugraben, hilft auch finanziell schwächeren Familien nicht weiter, da die Banken sie nicht mit einem Kredit versehen können da dies das BAFIN und seine Regeln verhindert. Also bleibt es nur ein netter Mitnahmeeffekt für Familien mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 75.000 € im Jahr.

Nun hat man aber auch daran gedacht, die Investoren in Renditeimmobilien und Investmentimmobilien an den Kosten der Förderung des Wohnungsbaus mit zu beteiligen. Und siehe da: das ist sie wieder die Grundsteuer C. Die gab es in den sechziger Jahren schon mal, wegen Erfolglosigkeit abgeschafft. Die Grundsteuer C soll Spekulanten dazu bringen brachliegende Grundstücke möglichst schnell zu bebauen und nicht darauf zu warten dass der Verkaufspreis am Ende weiter steigt. Das verhindert allerdings meist schon die grundlegende Idee von Spekulation, nämlich ein Ertrag zu erzielen bei Verkauf des Spekulationsobjektes.

Die größten Verwirrungen im Bausektor und bei Investoren in Renditeimmobilien und Investmentimmobilien, schaffen immer wieder die Worte „Energie“, „ENEV“ und „Klimaschutz“ sowie alle artverwandten Begriffe. Offensichtlich haben Energieberater, Ingenieure und Architekten hervorragende Lobbyarbeit geleistet. Anders kann ich mir die sehr interessanten Ideen zu diesem Thema nicht erklären. Die meisten Maßnahmen kosten einfach extrem viel Geld und sind leider mit wenig Effekt belegt. Wie lässt sich alles verteufeln oder gar lächerlich machen. Ich hatte nur die Vorgehensweise und die Umsetzung für schwierig und fragwürdig.

Auf die widersprüchliche Idee, Modernisierungen zu vereinfachen und zeitgleich zu bestrafen (monetär) bin ich ja im vorangegangenen Blog schon ausführlich eingegangen.

Aus meiner Sicht können Investoren im Bereich von Renditeimmobilien und Investmentimmobilien hier in bei diesem Koalitionsvertrag und seinen Folgen nur verlieren.

Bleibt nur zu hoffen, dass es diesen Willenserklärungen wie den meisten Willenserklärungen von Regierungen in der Vergangenheit ergeht, sie verlaufen sich im Sand und im Getriebe der Politik.

Foto: © fotolia.de #95102987 | Urheber: Butch


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