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Gebäudeenergie und Renditeimmobilien

Gebäudeenergie und Renditeimmobilien im Rahmen des Koalitionsvertrages

Das Thema Gebäudeenergie, ENEV und energetische Gebäudesanierung ist schon seit Jahren eine sehr umstrittene Sache. Vor allem Bauingenieure, Architekten und Bauunternehmen sowie Handwerker jeder Art, also die Praktiker in der energetischen Gebäudesanierung, halten diese für überflüssiges Geld verbrennen.

Aufgrund der Tatsache dass sich selbst kein Baufachmann bin, enthalte ich mich einer genauen Darstellung meiner persönlichen Meinung. Tatsache ist, dass die neue Bundesregierung im Bereich der CO2 Problematik bei Mobilität, mit zwei geschlossenen Augen handelt, nun aber im Bereich der Gebäudeenergie immer weiter an einem sehr zweifelhaften Modell festhält:

„Die energetische Gebäudesanierung soll weiter gefördert und die bestehenden Programme sollen besser aufeinander abgestimmt werden. EnEV, EnergieeinsparG und EEWärmeG sollen in einem Gebäudeenergiegesetz zusammengeführt werden. Die öffentliche Hand soll bei der energetischen Sanierung künftig verstärkt mit gutem Beispiel vorangehen.“

Es ist zwar sehr löblich, dass man auch hier versucht aus einer unübersichtlichen Situation eine übersichtliche Situation zu machen. Doch was hilft es uns, wenn wir sinnbefreite Maßnahmen übersichtlicher dargestellt bekommen? Gar nichts!

Auch die neue Bundesregierung schraubt hier eine Schraube, die am Ende kaum einen Effekt erzielen wird. Das ist reiner Aktionismus!

Unsere Fondskunden versuchen nach wie vor im Bereich von Neubauten, einen schlechteren KfW Standard einzukaufen als er möglich ist. Man sollte sich die Frage stellen woran das liegen mag und schnell wird man erkennen, dass es nicht die erhöhten Kosten des Ankaufs sind.

Grund hierfür ist dass die Masse der Mieter leider nicht in der Lage ist, mit einem Niedrigenergiehaus so umzugehen dass es seinen Zweck erfüllt. Die falschen Handlungsweisen der Mieter führen sogar dazu, dass in solchen Gebäuden schon nach wenigen Monaten erhebliche Kosten im Bereich der Instandsetzung anfallen. Ein enorm erhöhter Verwaltungsaufwand und natürlich die Kosten für solche Beseitigungen von Schäden in energetisch sanierten oder höchstem Neubau Standard gebauten Energiespargebäude im Segment von Rendite- und Investmentimmobilien sind die wahren Ursachen für solche Handlungsweisen.

Aber das ist noch nicht alles. Die Bundesregierung erschwert (wie letzte Woche berichtet) die Umlage von Modernisierung und verlangt im gleichen Zug eine verstärkte Anstrengungen bei der energetischen Gebäudemodernisierung. Und hier kommt einer meiner Lieblingssätze: „Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass“. Passt hier perfekt!

Der einzige Grund bisher für einen Besitzer von Renditeimmobilien oder Investmentimmobilien war, durch die Gebäudesanierung (energetisch) die Betriebskosten für den Mieter zu senken und dadurch ein Kaltmieterhöhungspotenzial zu schaffen. Überraschenderweise sind also Investoren gar nicht bereit ihr Geld zu verschenken. Würde die neue Bundesregierung nun also Anreize für Immobilieninvestoren schaffen, bei denen der Investor seinen Aufwand auch monetär bezahlt bekäme, würden die Chancen für solche Maßnahmen deutlich besser stehen. Die neue Bundesregierung wird wie die Regierung davor jedoch den Weg wählen so viel Zwang wie möglich auf die Gebäudebesitzer von Renditeimmobilien und Investmentimmobilien auszuüben und diese dazu zu bewegen ihr Geld ohne nennenswerte Vorteile, ja sogar trotz erheblicher Nachteile, in fragwürdige energetische Sanierungen zu stecken.

Dieser Aktionismus fehlt jedoch in vielen anderen Bereichen in denen CO2 Einsparungen massiv wären. Ich sag nur: DIESEL.

Selbstverständlich gibt es auch hier gute Mittelwege und Möglichkeiten den Schaden für Besitzer von Renditeimmobilien und Investmentimmobilien möglichst gering zu halten oder zu einem Vorteil zu verändern. Wenn Sie erfahren möchten wie, sprechen Sie uns an!

Foto: © Fotolia #166472159 | Urheber: Eisenhans


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