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Renditeimmobilien Statistik

Statistiken sind verlogene Wahrheiten

Das ist ein Zitat von: Giles Lytton Strachey. Für mich bedeutet es eigentlich nur das Statistiken immer nur in die Vergangenheit gerichtet sind und Schlüsse für die Zukunft daraus nur ansatzweise abzuleiten sind. Dies gilt vor allem im Bereich der Investmentimmobilien und Renditeimmobilien. Natürlich nicht ausschließlich, derzeit sieht man das ja wieder sehr schön bei den ganzen Statistiken zu Politik und den Wahlen in Deutschland. Aber zurück zu den Investmentimmobilie:

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) und die Privatbank Berenberg haben gemeinsam ein Rankings der 30 größten deutschen Kommunen erarbeitet. Bei den Top 5 der deutschen Großstädte mit den besten Zukunftsaussichten tauchen plötzlich Leipzig und Dresden auf. Auf Platz eins bleibt natürlich München und auf Platz drei trennt die beiden Oststädte die Stadt Frankfurt am Main.

Renditeimmobilien haben eine Besonderheit: sie müssen auch vermietet werden um eine Rendite zu erzielen.

Wahnsinn, jetzt hat es die Statistik auch herausgefunden. Leider etwas spät. Dresden ist seit diesem Jahr im Ranking der bevorzugt gekauften Investmentimmobilien nämlich schon wieder auf dem absteigenden Ast und Leipzig wird sicher den Platz von Dresden einnehmen können. Aber da müssen wir noch ein bisschen warten bis die durchschnittliche Miete von sieben Euro auf neun zehn oder elf Euro je Quadratmeter Miete im Monat gestiegen ist.

Nur weil Leipzig die höchste Dynamik bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und beim Wachstum der Bevölkerung hat, ist noch lange nicht gesagt dass hier auch Investitionen institutioneller Fonds oder Investitionen in Neubau gemacht werden. Renditeimmobilien haben nämlich eine Besonderheit: sie müssen auch vermietet werden um eine Rendite zu erzielen.

Auch wenn man in München mittlerweile Marktteilnehmer findet die Investmentimmobilien ohne eine Mietrendite ausschließlich basierend auf eine Wertsteigerungsrendite kaufen, ist dies dennoch nach wie vor eher die Ausnahme. Im Moment sind in Leipzig auf dem Wohnimmobilienmarkt für Investmentimmobilien eher die Sanierer und Bauträger unterwegs. Gekauft werden Gebäude in schlechtem bis mittelmäßigem Zustand mit Mieten zwischen drei und vier Euro und Quadratmeterpreisen bis maximal 1200 €.

Eine Rendite wird hier erwirtschaftet über Sanierung, Mieterhöhung und Mietanpassungen. Die Schwierigkeit ist nur, da spielen viele Leipziger nicht mit. Die Zahlen einfach keine neun Euro je Quadratmeter und Monat. Da ziehen die einfach weg. Überraschend? Nein, viele Leipziger können sich das einfach gar nicht leisten. Deshalb bemühen die Statistiker immer wieder die Zuzugszahlen. Wenn also jährlich 10.000 Menschen neu nach Leipzig ziehen (würden), dann ließen sich ja bestimmt 5-6000 Wohnungen zu neun zehn oder elf Euro je Quadratmeter und Monat vermieten.

Nö, so einfach ist das auch nicht. Diejenigen, die nach Leipzig ziehen, wollen keine sanierte Geschoss Wohnung, die wollen dann schon etwas Besonderes für Ihre hohe Miete.

Statistisch gesehen lässt sich alles verdrehen

Das Leipzig so weit oben im Ranking erscheint, ist meines Erachtens lediglich der Tatsache geschuldet, dass es in vielen Großstädten in Deutschland einfach kein passendes Renditeimmobilien Angebot mehr gibt. Wir passen fast monatlich die Mindestrenditevorstellung unserer institutionellen Fonds an die Marktsituation an. Sprich die Rendite die ein institutioneller Kunde erwirtschaftet sinkt derzeit fast monatlich bei Investmentimmobilien. Als Alternative gehen unsere Kunden in kleinere Städte in denen sie ihre Zielrenditen noch erwirtschaften können.

Kommen wir zu Dresden, hier wurden im letzten Jahr so viele Projekte und Neubau Objekte zu Faktoren zwischen 22,5 und 25-fach verkauft, dass in diesem und Anfang nächsten Jahres so viele Wohnungen zu 10 oder 11 Euro je Quadratmeter und Monat auf den Markt kommen werden dass es jetzt schon schwieriger wird die Renditeimmobilien zu diesen Mietpreisen zu vermieten. Die Fonds die eine aktive Analyse des Marktes (zum Beispiel durch uns) machen, ziehen sich bereits vorsichtig seit Anfang des Jahres aus dem Dresdner Markt für Investmentimmobilien zurück.

Erhard Horst Bellermann hat einmal gesagt: „statistisch gesehen lässt sich alles verdrehen“!

Zumindest für Investmentimmobilien und Renditeimmobilien stimme ich hierzu. Was die oben erwähnten Statistiken und Analysen zur Bundestagswahl angeht, werden wir nächsten Montag wissen was tatsächlich wahr ist. Bei Investmentimmobilien und Renditeimmobilien vertrauen zumindest unsere Kunden auf unsere umfangreichen Marktanalysen.

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