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Spekulanten und Investoren

Ihr seid doch alles nur Spekulanten und riskiert euer Vermögen

Diesen Satz, sagte vor einigen Tagen ein vermögender Privatinvestoren zu mir. Im ersten Moment dachte ich dass er das abschätzen negativ meinte, erklärte es mir aber folgendermaßen:

„Ein Investor investiert (zum Beispiel in Renditeimmobilien oder Investmentimmobilien) und erwartet ab dem ersten Tag seine Investitionen einen Rückfluss von Geld in Form von Gewinn, Zinsen oder Rendite. Doch wer heute in hochpreisige Renditeimmobilien investiert, ist ein Spekulant denn er verdient erst Geld wenn er wieder verkauft. Verkauft er nicht zu dem Preis den er heute annimmt sondern für weniger Geld, geht seine Spekulation nicht auf, er verliert Geld.“

Was soll ich sagen? Nach einiger Überlegung muss ich zugeben: er hat recht. Ich habe dann einmal unsere Kunden die Investmentimmobilien oder Renditeimmobilien kaufen in die Gruppe Investoren unter die Gruppe Spekulanten eingeteilt. Dann habe ich mir die Unterlagen von vor vier Jahren zu diesen Kunden herausgesucht und nach den damaligen Kriterien unsere Kunden in Investoren und im Spekulanten eingeteilt.

Das Ergebnis hat mich überrascht. Zum einen sind sehr viele Investoren zu Spekulanten geworden. Zum anderen haben wohl viele ein hybrid aus Investitionen und Spekulationen bei ihren Einkäufen von Renditeimmobilien und Investmentimmobilien gewählt.

Diese investierenden Spekulanten oder spekulierenden Investoren berechnen in ihren Investmentmodellen die Renditeimmobilien mit einer ganz geringen Rendite sagen wir 1% Nettorendite. Um nachher auf eine Gesamtrendite von über 5 % zu kommen rechnen sie den erwarteten Wertzuwachs der nächsten Jahre hinzu. Es ist also eine gesplittete Strategie für eine Investmentimmobilie. Sie werden Fragen aber war das nicht immer so? Nein was nicht. Es wurde immer von einer Mindestrendite ausgegangen, die über die laufenden Mieteinnahmen gedeckt war. Bei einem Verkauf der Immobilie zu einem Wert gesteigertem Preis war das die Sahne auf dem Kaffee. In den Berechnungsmodellen wurde das bei den meisten Kunden jedoch nicht fest eingeplant. Es wurde wohl berechnet wie sich die Renditeimmobilie oder Investmentimmobilie bis zu einem Verkauf wertmäßig entwickeln würde aber dies war nicht Grundlage für eine Rendite die den Ankauf einer solchen Immobilie rechtfertigt.

Wie bei allen Spekulationen, dürfte dann hier auch das Risiko liegen. Wird der Wertzuwachs nicht erzielt, ist die Rendite schlecht bis unterirdisch.

Ich halte es nach wie vor mit unseren guten alten deutschen Handelsgesetzbuch, das einem Kaufmann dazu verpflichtete (das wurde ja jetzt teilweise schon an die internationale Rechnungslegung angepasst), sich arm zu rechnen. Auch das kann man übertreiben aber der Grundsatz des Vorsichtsprinzips könnte helfen.

Die Frage die sich bei genauerer Betrachtung stellt ist, was geschieht denn, wenn die Marktsituation sich verändert?

Wenn die Wertsteigerung nicht mehr erreicht werden wird? Werden diese Fonds dann die Immobilien halten in der Hoffnung dass die Wertsteigerung noch eintritt oder werden sie die Renditeimmobilien und Investmentimmobilien dann zu dem aktuellen Verkaufspreis verkaufen? Denn wenn Sie das tun, werden innerhalb kürzester Frist viele, nein sehr viele Immobilien auf den Markt kommen, was dann erneut den Preis senkt.

Spekulation gehört zum Leben, doch ein Übermaß ist der Niedergang jeglichen vernünftigen Wirtschaftens.

Karl Talno

Und hier ist sie wieder, die Sorge, nein meine Sorge, dass wir eine Preisblase auf dem Immobilienmarkt haben. Aber ob ich Recht habe? Das ist letztendlich doch wieder nur Spekulation.

Wenn Sie sich vor dem Kauf einer Renditeimmobilie oder Investmentimmobilie entscheiden möchten ob sie spekulieren oder investieren, dann sprechen Sie uns an.

Foto: Fotolia #37214730 | Urheber: strubel


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